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P21. Neue Wohnformen

Detailed programme and abstracts

P21.1. Neue Wohnformen –  Vielfältige Angebote für Menschen mit einer Demenz

BUSSE-BEKEMEIER Michael

In den letzen Jahren sind immer mehr neue Wohn-  und Betreuungsformen für Menschen mit Pflegebedarf und mit einer Demenz entstanden. In den meisten Regionen Deutschlands bilden sie noch die große Ausnahme und sind als Alternative zum Pflegeheim kaum vorhanden.

In Bielefeld und dem benachbarten Kreis Gütersloh gibt es eine lange Tradition neuer Wohnformen von Wohngruppen, Hausgemeinschaften bis zu Quartiersprojekten.  Inzwischen sind sie so zahlreich geworden, dass die Menschen wählen können, ob sie im Pflegeheim,  in einer Wohngemeinschaft, einer Hausgemeinschaft, in betreutem Wohnen oder in einem Quartiersprojekt leben möchten. Immer mehr Stadtteile und Dörfer besitzen jetzt vor Ort eine Wohnform, für die Menschen, die nicht mehr zu Hause leben können. 

Wie sehen diese verschiedenen Wohnformen  aus, wie werden sie finanziert, welche Vorteile haben sie gerade auch für Menschen mit einer Demenz und welche Auswirkungen haben sie auf die Versorgungslandschaft.

P21.2. Mitbestimmung in Wohn-Pflege-Gemeinschaften – eine Schulung für Angehörige

BASELAU Antje, KÖPF Sonja

Der Wunsch vieler älterer Menschen ist es, solange wie möglich in der vertrauten Umgebung zu leben. Gerade für Menschen mit Demenz bietet die Vertrautheit der eigenen Wohnung Orientierung und Sicherheit. Einschränkungen der Alltagskompetenz können durch diese Vertrautheit länger kompensiert und damit die selbstständige und selbstbestimmte Bewältigung des Alltages erhalten und ermöglicht werden.

Was passiert aber, wenn das Leben in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist?

Ambulant betreute Wohngemeinschaften haben sich inzwischen als Alternative zur klassischen Versorgung in stationären Einrichtungen etabliert. Sie sind familiär und ermöglichen einen weitestgehend normalen Alltag. Ein wichtiger Baustein ist die Mitwirkung der Angehörigen oder gesetzlichen Betreuer.

Die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier (FAPIQ), gefördert vom Land Brandenburg und den Verbänden der Pflegekassen sowie dem Verband der privaten Pflegeversicherung im Land Brandenburg möchte Strukturen schaffen und stärken, die Teilhabe und Selbstbestimmung auch für Menschen mit Demenz ermöglichen. Kooperationspartner sind Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. Selbsthilfe Demenz, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. sowie das Institut für Gerontologische Forschung e.V.

Die Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e.V. hat mit der Schulungsreihe „Hilfe zum Helfen“ für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz bereits viel Erfolg.

Darauf aufbauend hat FAPIQ ein interaktives Schulungsprogramm entwickelt, das eine neue Zielgruppe anspricht: pflegende Angehörige von Wohngemeinschaftsmitgliedern. Sie sollen gestärkt werden, sich in die selbstverantwortliche Organisation der Wohngemeinschaft einzubringen.

Inhaltlich geht es um die Klärung der Rollen und Verantwortungsbereiche von Angehörigen, dem Pflegedienst und dem Vermieter. Auch organisatorische Fragen, Konsensfindung und Umgang mit Konflikten gehören dazu. Neben der Informationsvermittlung soll ein reger Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden.

Perspektivisch soll die Schulung als Pflegekurs für Angehörige nach § 45 SGB XI bei den Pflegekassen anerkannt werden. Somit wäre eine Regelfinanzierung für die Durchführung nach dem Ende der Projektlaufzeit gesichert. Im Vortrag sollen die Schulungsinhalte und die ersten Evaluationsergebnisse vorgestellt werden.

P21.3. Der Flur als zentraler Bestandteil des Wohnraums in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

HILDEBRANDT Frank

In vielen Krankenhäusern gilt: Je fortgeschrittener das Krankheitsbild der Demenz, desto mehr Zeit verbringen Patienten mit der Nebendiagnose Demenz im Krankenhausflur. Der Flur ist somit viel mehr als nur ein Durchgangsort – er wird häufig zum zentralen Aufenthalts- und Kommunikationsort. Gleichzeitig herrschen im Flur strenge Hygiene- und Brandschutz-bestimmungen. Im Vortrag wird vermittelt, wie unter Berücksichtigung der strengen Rahmenbedingungen ein häuslicher, warmer und gut strukturierter Genesungsort kreiert werden kann, der den Patienten den schwierigen Umgebungswechsel erleichtert und mit seiner gestalterischen Struktur die Patienten geistig und körperlich in Bewegung hält. Ziel ist es, den zurzeit stark erschwerten Genesungsprozess für Patienten mit der Nebendiagnose Demenz wieder zu beschleunigen. Weitere Beispiele aus Pflegeeinrichtungen vermitteln, wie auch mit einfachen Mitteln Themen wie Humor und Intimität Einzug finden können in unsere Pflegeeinrichtungen. Der Vortrag rückt den häufig vernachlässigten Flur in den Mittelpunkt der Wohnraumgestaltung und zeigt wie die Gestaltung des Flures, Bewohner bzw. Krankenhauspatienten aus ihren Zimmern holt und so eine neue Form des gemeinschaftlichen Zusammenkommens schafft.

 

 
 

Last Updated: Monday 23 October 2017

 

 
  • Acknowledgements

    The 27th AE Conference in Berlin received funding under an operating grant from the European Union’s Health Programme (2014-2020). Alzheimer Europe and Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. gratefully acknowledge the support of all conference sponsors.
  • European Union
  • Roche
 
 

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